ensemble mosaikberlin

 

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In den Konzerten der Reihe including... präsentiert das ensemble mosaik seit 2005 einzelne Komponisten, die gebeten werden, das Programm ihres Konzertes selbst zu gestalten und dabei neben eigenen Werken auch Kompositionen von Vorbildern, Weggefährten oder ihren Studenten auswählen. Die Programme stellen auf diese Weise für jeden Abend einen spezifischen Blickwinkel her, der den Künstler nicht nur mit seiner eigenen Arbeit vorstellt, sondern auch in einen Kontext stellt, der ihm selbst wesentlich ist. Die Komponisten sind nicht nur entscheidend in die Programmauswahl involviert, sondern nehmen auch an Proben und (Gesprächs-) Konzerten teil.

including Harald Muenz

Harald Muenz' Werkauswahl fiel auf drei Komponistenkollegen, die sich durch ein kompositorisches Rückgrat jenseits des Mainstreams neuer Musik auszeichnen. sul G ist eine frühe Schlüsselkomposition seines 2010 verstorbenen Lehrers und Mentors Johannes Fritsch. Muenz war Mitglied in dessen Komponistenverlag Feedback Studio. Die handwerkliche Brillanz und Prägnanz der musikalischen Formulierungen bei Dieter Mack lernte Muenz kennen, als er an der Lübecker Musikhochschule das Elektronische Studio künstlerisch leitete. Stefan Streichs Kompositionen spielen oft virtuos mit den Erwartungen des Hörers; seine welthaltige Wahl der kompositorischen Mittel umfaßt die ganze Palette zwischen bodenständiger Direktheit und hochdifferenzierter Subtilität. Er und Muenz studierten gemeinsam bei Helmut Lachenmann.
Harald Muenz' eigene kompositorische Arbeit bewegt sich vielseitig zwischen Instrumentalmusik, Sprachkomposition und elektronischer Musik. Mit dem ensemble mosaik verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Porträtkonzerte fanden 2011 auch in Köln und Frankfurt statt. Das Programm mit fünf neueren Werken instrumentaler Kammermusik wurde von hr2-kultur produziert und ist beim Label Coviello erschienen.

Harald Muenz: nearly – fast (2008)
Dieter Mack: Trio IV (2006)
Harald Muenz: fein...auflösend (2010/11)
Johannes Fritsch: sul G (1970)
Stefan Streich: move (2001-04)
Harald Muenz: dietro V avanti (2006/7)

16.12.2011 / Konzerthaus Berlin - Werner Otto Saal

including Liza Lim

Während ihres DAAD-Stipendiums 2007 in Berlin arbeitete Liza Lim mit dem ensemble mosaik in verschiedenen Projekten zusammen. Die aus Australien stammende Komponistin hat neben eigenen Werken eine Komposition des Musikers und Komponisten Timothy O‘Dwyer ausgewählt, einem Grenzgänger zwischen den Musikgenres, zwischen improvisierter und komponierter Musik. Als Gast des ensemble mosaik spielte er den Solo-Part seiner Komposition. Lim und O‘Dwyer sind beide Mitglieder des Elision Ensembles. Daneben programmierte Lim eine Komposition des Komponisten Brian Ferneyhough.
Die Solokomposition Wild winged-one wurde in diesem Zusammenhang für und mit dem Trompeter Nathan Plante entwickelt.

Liza Lim: Wild winged-one (2007) UA
Timothy O’Dwyer: Gravity (2006/07)
Brian Ferneyhough: Flurries (1997)
Liza Lim: Songs found in dream (2005)

24.10.2007 / Ballhaus Naunynstrasse, Berlin

including Uros Rojko

Uros Rojko lebt in Karlsruhe und Ljubljana, wo er eine Professur für Komposition hat. Anlässlich dieses Konzertes hat er für das ensemble mosaik das Trio stone wind geschrieben. Außerdem hat er mit dem Ensemble seine Komposition cum grano salis einstudiert und geleitet. Neben diesen Werken hat er Kompositionen von Igor Majcen und Larisa Vrhunc ausgewählt. Alle drei Komponisten stammen aus Slowenien.

Uros Rojko: stone wind (2005) UA
Igor Majcen: Battaglia (2001/02)
Larisa Vhrunc: leseni kamni / wooden stones (2001/03)
Uros Rojko: cum grano salis (2003-04)

18.12.2005 / Akademie der Künste - Studio Hanseatenweg, Berlin

including Marco Stroppa

Marco Stroppa, Professor für Komposition in Stuttgart und langjähriger Dozent am IRCAM-Institut in Paris, berücksichtigt in seinem Programm besonders die jüngere Komponistengeneration. Neben eigenen Werken wurden Kompositionen seiner Studenten Marlon Schumacher und Andile Khumalo uraufgeführt. Außerdem eine Solo-Performance der in Paris lebenden Komponistin Evdokija Danajloska.

Marco Stroppa: Opus Nainileven (2004)
Andile Khumalo: Brüc(h)ke (2005) UA
Evdokjia Danajloska: Dédoublement (2003-04)
Marco Stroppa: Nous sommes l’air, pas la terre… (2004)
Marlon Schumacher: Re.Cycle (2005) UA
Marco Stroppa: Spirali (1987/88)

16.11.2005 / Studiosaal der HfM Hanns Eisler, Berlin