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AUGMENTED INSTRUMENTS II

23. MAY. 2019 / 20:00

Kesselhaus in der Kulturbrauerei
Berlin

Timothy McCormack
karst survey (2016/2019)

Stefan Prins
Mirror Box Reflections (2014/2019)

Ann Cleare
luna I lithe I lair (2014/2019)

Maximilian Marcoll
Amproprification #9: Schrift/Bild/Schrift, Bernhard Lang (2019) UA

Das „augmentierte Ensemble“ besteht aus Instrumenten, deren räumliche und klangliche Möglichkeiten durch spezifische Mikrofonierung und Verstärkung erweitert werden.
Diese Erweiterungen können von den Musikern direkt gesteuert werden. In neuen Kompositionen für augmentiertes Ensemble erschließen Klaus Lang, Max Marcoll, Sarah Nemtsov, Amir Shpilman und Stefan Prins dieses erweiterte Spektrum, indem sie mit der Gleichzeitigkeit verschiedener Hörräume spielen, anhand mobiler Lautsprechersysteme Zeitstrukturen und Bewegungskoordinaten erforschen oder gegenseitige Beeinflussungen in vielschichtigen Netzwerken kreieren.
Mit den Mitteln gezielter Mikrofonierung und individuell steuerbarer Verstärkung sowie spezifischen Projektions- und Raumkonzepten entwickelt das augmentierte ensemble mosaik zusammen mit Ann Cleare und Timothy McCormack Neuinterpretationen ausgewählter Werke dieser KomponistInnen.

Der 23. MAI 2019 steht im Zeichen der Bearbeitung. Bestehende Werke werden erweitert oder neu ausgeleuchtet: Mit Timothy McCormack zeichnet das ensemble mosaik die eruptiven Gegensätze nach, die die Landschaft seiner Sound-Karsten bilden. Gestalten und Wege der Klangfabelwesen Luna, Lithe und Laire konturieren und kolorieren die MusikerInnen mit Ann Cleare. Max Marcoll überschreibt die Komposition Schrift/Bild/Schrift von Bernhard Lang für Lautsprechersystem. und Stefan Prins entwickelt Ensemblereflexionen zu seinem Trio Mirror Box.

KLANG

6. JUN. 2019 / 20:00

Koncertkirken
Copenhagen N, Dänemark

Ricardo Eizirik
junkyard piece Ia (2014-2019) UA

Johan Svensson
ampèrian loops - part III for ensemble and electro-mechanical devices (2017)

Milica Djordjević
Rdja für Ensemble (2015)

Kaj Duncan David
micro .· micro : micro .·:: micro .:·.: (2017)

ensemble mosaik
Bettina Junge – Flöte, Simon Strasser – Oboe, Christian Vogel – Klarinette, Roland Neffe – Schlagzeug, Ernst Surberg – Klavier, Chatschatur Kanajan – Violine, Karen Lorenz – Viola, Mathis Mayr – Cello, Arne Vierck – Klangregie

Christoph Breidler Leitung



Die Komposition junkyard piece Ia wurde ermöglicht mit der freundlichen Unterstützung durch Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

FORUM NEUE MUSIK

13. JUN. 2019 / 19:00

Musikhochschule Mannheim, Kammermusiksaal
Mannheim

Enno Poppe
Trauben (2004)

Sidney Corbett
Klaviertrio ("Mövenstraße") (2013/2014)

Das ensemble mosaik ist im Juni an der Musikhochschule Mannheim Zugast mit einem Workshop mit der Kompositionsklasse von Sidney Corbett und anschließendem Konzert im Rahmen der Reihe Forum Neue Musik

RUNDFUNK

6. JUL. 2019 / 17:00

BR Funkhaus
München

Enno Poppe
Rundfunk für neun Synthesizer (2015-2018)

Ohne den Rundfunk gäbe es die Neue Musik in ihrer heutigen Form nicht. Gerade die Erfindung und Entwicklung der elektronischen Musik in den Studios der Sendeanstalten gehört zu den Sternstunden eines Mediums, das etwas über seine eigenen Möglichkeiten und Bedingungen herausfinden wollte und sich dazu Institute zur Grundlagenforschung geleistet hat. Die Idee eines sendereigenen, gebührenfinanzierten Max-Planck-Instituts ist heute kaum vorstellbar, so sehr hat sich die Auffassung vom Radio gewandelt, hin zu einem Tagesbegleitmedium.

Im Bereich der elektronischen Musik gibt es seit Jahrzehnten eine rasende technische Entwicklung. Genau so schnell ist das Tempo des Verschwindens. Ältere Werke können oft nicht aufgeführt werden, weil die Technologien fehlen oder nicht mehr funktionieren, oder man weiß schlicht nicht mehr, wie es vor 25 Jahren gemacht wurde. Dadurch, dass immer nur die aktuelle Technologie funktioniert, wird die Klangästhetik immer extrem zeitbezogen. Popmusik kann auf diese Weise exakt datiert werden: durch ein bestimmtes Preset des DX-7 etwa oder ein Software-Tool.

Komponieren heißt auseinandernehmen. In Rundfunk für neun Synthesizer nehme ich historische Klänge, keine historischen Instrumente. Als Instrumentarium werden neun Computer und neun Keyboards verwendet. Die Klänge kommen aus den sechziger und siebziger Jahren: FM-Synthese, Minimoog und Schweineorgel. Die Pioniere sind Gottfried Michael Koenig, Thomas Kessler, John Chowning, Wendy Carlos und Tangerine Dream. Dadurch dass keine Originalinstrumente, sondern am Computer generierte Nachbauten verwendet werden, klingt alles anders als damals. Dafür habe ich immer alle Klänge gleichzeitig zur Verfügung, kann beliebig viele Stimmen abspielen (der Minimoog konnte immer nur einen Ton auf einmal spielen), kann auch die Stimmung frei einstellen und ständig wechseln. Der Klang wird dekonstruiert und neu zusammengebaut. Die Spieler sind übrigens keine Keyboardvirtuosen, sondern Virtuosen im Umgang mit elektronischen Klängen.

Das Stück besteht aus tausenden von Atomen. Die Musik ist analytisch-emphatisch. Sie wird im Labor zusammengesetzt, beim Komponieren habe ich einen weißen Kittel an. Aber ein Konzert ist kein Experiment. In dem Moment, wo ich nicht mehr verstehe, was geschieht, entsteht Kunst. Die Schönheit liegt in der Überforderung.

Enno Poppe

Kompositionsauftrag des Südwestrundfunks, von Wien Modern, Huddersfield Contemporary Music Festival, Philharmonie Luxembourg, Festival d'Automne à Paris, Acht Brücken | Musik für Köln, Deutschlandfunk Kultur und der musica viva des Bayerischen Rundfunks